Silikonfuge: Noch ganz dicht?

Die Sichtweise, ob Wasseraustritt durch eine defekte Silikonfuge ein ersatzpflichtiger Leitungswasserschaden im Sinne der Versicherungsbedingungen ist, könnte sich ändern. War es bislang in der Rechtsprechung (z.B. OLG Frankfurt vom 22.12.2009 / 7 U 196/07)  einheitlich ein bestimmungswidriger Austritt aus einer Anlage zum Benutzen von durchfließendem Leitungswasser, gibt es ein aktuelles Urteil (OLG Düsseldorf vom 25.07.2013 / I-4 U 24/13), dass zu einem anderen Ergebnis kommt. Hier wurde entschieden, dass die Anlage am Duschkopf endet und am Syfon wieder beginnt. Damit sind die Dichtungsfugen nicht mehr vom Versicherungsschutz erfasst.

Unabhängig davon wie sich die Rechtsprechung weiterentwickelt, sieht man hier mal wieder sehr deutlich, dass man sich mit Versicherung so verhalten sollte, als wenn man keine hat. Bedeutet in diesem Fal: Es lohnt sich die Fugen regelmässig zu kontrollieren und bei Bedarf zu ersetzen. Im Bereich von vermieteten Objekten sollten die Mieter entsprechend darauf hingewiesen werden.

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