Über 160.000 Wohnungseinbrüche

Diese beeindruckende Zahl ist dem aktuell erschienen Einbruch-Report 2016 des Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. zu entnehmen. Eine Steigerung um 33% gegenüber 2010. Der versicherte Gesamtschaden lag bei rund 530 Mio. € – hinzukommen die nicht versicherten Schäden (keine Versicherung oder Unterversicherung) und die Einbrüche im gewerblichen Bereich.

Die Mehrzahl der Einbrüche erfolgte durch Aufhebeln von Fenster oder Tür durch einen Schraubendreher. Ein Tatwerkzeug, dass jeder Täter nahezu unsichtbar an den Tatort bringen kann und, dass zudem belegt, wie einfach ein Einbruch vollzogen werden kann. Auch Fenster auf Kipp waren ein beliebter Zugangsweg.

Das die häufgsten Stehlgüter Schmuck, Uhren (58,5%) vor Bargeld (48,6%) sind dürfte nicht verwundern. Da helfen auch nicht die „besten“ Verstecke, wie Gefrierschrank oder Kleiderschrank. Die Täter denken sich sehr gut in die Besitzer rein und spüren sehr schenell die vermeintlich sicheren Verstecke auf.

Angesichts der erschreckenden Zahlen ist es nicht verwunderlich, dass die Versicherungswirtschaft fordert, dass Bauvorschriften Standards zum Einbruchschutz regeln sollen. In der Tat kann in der Bauphase mit geringen Mehrinvestitionen (Fenster und Türen in RC2/WK2) ein deutliches Plus an Sicherheit erreicht werden. Bis aber dieser Schutz in den Bauvorschriften verankert und flächendeckend umgesetzt ist, werden noch viele agre ins Land ziehen. Bis dahin bietet es sich an, mit gezielten Maßnahmen die Sicherheit zu erhöhen und bei Sanierung eigenverantwortlich auch auf den Einbruchschutz zu achten.

Darüber hinaus ist ein bewusstes Verhalten wesentlich für einen funktionierenden Einbruchschutz:

  • Außenbereiche bei Dunkelheit beleuchten
  • keine Ersatzschlüssel frei zugänglich verstecken
  • immer (auch bei kurzer Abwesenheit) Fenster verschließen und Türen abschließen
  • Post für die Urlaubszeit abbestellen und Nachbarn die Zeitungen aus dem Briefkasten nehmen lassen
  • Schmuck, Uhren und Bargeld in einem verankerten Safe oder im Bankschließfach aufbewahren
  • keine „öffentliche“ Ankündigung via Social Media – auch nicht indirekt mittels Geotagging auf Urlaubsbildern
  • keine Abwesenheitsnachrichten auf dem Anrufbeantworter

Für den Fall der Fälle empfiehlt sich der Abschluss einer Hausratversicherung. Zwar kann diese weder den Ärger abnehmen, noch das Unbehagen nach erlebter Tat, aber zumindest wird der finanzielle Schaden ausgeglichen. Hausratversicherungen gibt es in unterschiedlichen Ausprägungen von Basis bis Premium. Angebote können Sie beispielsweise auf der Homepage von Valsecur Versicherungsmakler berechnen. Bei besonders hochwertigem Hausrat (z.B. Kunst, Schmuck, Uhren) empfiehlt sich auch eine sogenannte Allgefahrenversicherung.

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